Digitale disruption der Telekommunikationsbranche?

Jetzt vor kurzem habe ich noch in Düsseldorf auf den Rheinwiesen gelegen, mit Blick auf die schöne Düsseldorfer Altstadt. Und dank des Vodafone Campus ist Düsseldorf ist das Netz auch gut ausgebaut. Ein Blick auf das iPhone zeigt auch vollen Empfang aber das Surfen ist sehr zäh und träge. Ein kurzer Speedtest und siehe da, hohe Latenz und gerade einmal 1-2 mbit/s Download Bandbreite. Nagut das ist „nur“ das LTE Netz und vielleicht sind einfach zu viele Nutzer eingebucht und vielleicht ändert sich das alles mit 5G aber was wenn es doch einfach „nur“ die fehlende Anbindung der Masten mit schnellem Internet über Glasfaser ist? Den selbst mit LTE sind 1Gbit/s möglich. Was ist also besser mit 5G? Ja eigentlich geht es nur um die Latenz also schnellere Reaktionsfähigkeit. Das würde mir erlauben mein Parsec Gaming Rig auch auf der Wiese am Rhein zum Zocken zu nutzen. Der Rest ist wie so oft nur Marketing um sich von der Konkurrenz abzusetzen oder den „Wert“ des Eigenen Produkts aufwerteten.
Hoffentlich werden beim Aufbau von 5G nicht nur Module getauscht sondern auch Glasfasern verlegt. Bisher gab es Disruption immer dann wenn sich Firmen in ihrer Sache sehr sicher waren und durch „Monopole“ keine großen gefahren für ihre Geschäftsfelder ergeben haben.

Konkurrenten tun sich gegenseitig nicht weh und man bleibt unter sich. Die Produkte entwickeln sich nicht weiter und es wird auch für den Unterhalt der Systeme nur das nötigste getan. Simple Gewinnmaximierung. Da ist es dann schon mal lästig wenn so ein kleiner wie Drillisch 1und1 versucht die „großen“ beim bieten für Frequenzen zu stören. Ohne Konkurrenzdruck bleiben die Produkte von Telekom und co teuer und Qualitativ schlecht. Die neusten versuche sich von der Konkurenz abzusetzen waren dann z. B. schlechte und netzschädigende Zerorating Produkte. (https://de.wikipedia.org/wiki/Zero-Rating)
Aber ob das reicht die „großen“ zu zwingen mehr zu machen als das nötigste? In anderen Bereichen gibt es ja genug Beispiele das es dann auf einmal einen neuen Player gibt, der alles hinterfragt und dann den Markt übernimmt. Siehe Tesla im Automobilbereich oder Amazon zu Einzelhändlern, Uber zu Taxis, AirBnB, Paypal usw. SpacX will doch mit Starlink technische Entwicklungsländer an das Internet anschließen.
Wären wir da nicht genau die richtigen? Dieses „Neuland“ mal wieder von ausländischen Firmen erschließen zu lassen? Digitale Entwicklungshilfe sozusagen… 😀 Erst neulich hat Vodafone die Telekom ausgestochen klammheimlich Unitymedia gekauft und über alle 1Gbit/s Internet ausgerollt. Schon hat die Telekom mit ihrem Klingeldraht und 50Mbit/s den Markt in NRW komplett verloren. Aber anstatt sich auf die Kleinkriege im eigenen Land zu konzentrieren sollten die Firmen als ganzes mal schauen was so im Rest der Welt los ist.

Satellitentelefone sehen jetzt schon aus wie Smartphones.
https://www.youtube.com/watch?time_continue=71&v=TMaX86r2MuY
Schwups kommt da ein neues iPhone mit Satelliten uplink und ein echter ISP mit echtem Internet Anschluss steht auch da und schon verlieren wir Steuereinnahmen und ISPs die mal die historische Post Infrastruktur für uns „gepflegt“ haben.
Ja das was der Staat damals verbudelt hat, damit wir schön telefonieren können, nutzt die Telekom so heute noch.
Ich bin echt gespannt wie sich das alles Entwickelt aber schnelles Internet, egal von wem, wäre echt eine schöne Sache. Ich konnte das in Ländern wie Japan schon erfahren und ausprobieren. Zur Zeit sitze ich im Homeoffice und mit dem Lappi auf der grünen Wiese, am Rhein arbeiten zu können, wäre echt ne schöne Sache. Ok würden dann auch Starbucks seine WLAN Hotspot Hipster Kunden verlieren? Und was sagen die Illuminaten dazu? Soooo viele Fragen…Ach ja die Zukunft…